Zur Agentur-Website
04.05.2011

Zielgruppen-Formulierung mittels Personas

Um eine Anwendung, z.B. eine mobile Applikation, an die Bedürfnisse der Benutzer anzupassen, ist mehr notwendig als sich nur durch den Kopf gehen zu lassen wer die Benutzer genau sind. Ansonsten wird die noch so schöne und toll programmierte Applikation die Wünsche und Erwartungen der Nutzer nicht treffen. Das Ziel muss es sein, die so genannten „Personas“ zu finden und diese exakt zu definieren. Der Artikel beschäftigt sich daher, mit der Vorgehensweise zur Erarbeitung von Personas.

Warum Personas?

  • Personas zeigen Ihnen, welche von den Benutzern gewünschten Aufgaben und Ziele eine Anwendung erfüllen soll
  • Allen Projektbeteiligten ist klar wer die Zielgruppe ist. Somit wird die Kommunikation über Bedürfnisse, Erwarten und Verhalten über die Zielgruppe innerhalb des Projekts vereinfacht.
  • Mit hoher Wahrscheinlichkeit verbessert sich die einfache Handhabung der Applikation und somit steigt die Zufriedenheit der Benutzer.

Personas basieren auf Forschung

Zu Beginn kommt gleich der wichtigste Teil. Es gilt die Bedürfnisse, Erwartungen sowie das Verhalten der zukünftigen Zielgruppen zu erforschen. Diese Informationen können mittels Interviews, Umfragen, Gesprächen oder Beobachtungen von aktuellen und potentiellen Benutzern eingeholt werden. Zudem können Informationen von Produktmanagern, Markforschungsergebnissen und Studien recherchiert werden.

Erstellung von Personas

Das Ziel bei der Erstellung von Personas ist, deren Verhalten, Motivation, Haltungen, Neigungen, Begabungen, Arbeitsweisen, Aktivitäten, Umgebung oder auch Frustrationen zu repräsentieren. Um Personas zu erstellen ist wie folgt vorzugehen:

1. Verhalten(swerte) identifizieren

Die demographischen Daten sind wichtig, noch wichtiger sind jedoch Informationen zum Verhalten. Es gilt folgende Eigenschaften zu eruier

  • Aktivitäten: Was macht der Benutzer? Wie häufig? In welchem Ausmaß?
  • Haltung / Gesinnung: Wie denkt der Benutzer über die Anwendung und die Technologie?
  • Fähigkeiten: Welche Ausbildung?
  • Motivation: Warum beschäftigt sich der Benutzer mit der Anwendung?
  • Kenntnisse: Welche Fähigkeiten bezogen auf das Produkt sind vorhanden?

Je nach Anwendung sollten zwischen 15 und 30 Eigenschaften gefunden werden können. Diese Eigenschaften liegen aus den zuvor erarbeiten Recherche- und Forschungsmethoden vor.

2. Verhaltensmuster identifizieren

Nun sind die zuvor ermittelten Daten zu ordnen um aus diesen anschließend Cluster bilden zu können. Ein Set von Personen mit denselben 6 – 8 Verhaltenswerten repräsentieren ein Verhaltensmuster, dass die Basis für eine Persona bildet.

3. Charaktere und deren Ziele aufbauen

In dieser Phase werden die bisher erarbeiteten Ergebnisse in die eigentlichen Personas umgesetzt – die Personas werden mittels Stichworten beschrieben, Namen vergeben, deren Ziele definiert ...

4. Auf Vollständigkeit und Redundanzen überprüfen

Jetzt sollte noch einmal überprüft werden, ob wichtige Merkmale oder Ziele vergessen wurden. Falls sich Personas nur aufgrund Ihrer demographischen Daten unterscheiden, kann eine dieser Persona entfernt werden. Personas sollten sich mindestens um eine wichtiges Verhalten(smuster) unterscheiden.

5. Merkmale und Verhalten ausformulieren

Im weiteren Schritt wird aus den bisher ermittelten Informationen eine umfassende Beschreibung de Zielpersonen erstellt. Diese soll alle wichtigen Daten im Detail beinhalten.

6. Typen von Personas zuordnen

Im letzten Schritt werden die Personas priorisiert, um herausfinden zu können was die wichtigen und weniger wichtigen Ziele sind. Wichtig ist hierbei, einzelne Personas zu finden, deren Bedürfnisse und Ziele durch ein bestimmtes Design-Interface abgedeckt sind, ohne dabei die anderen Personas auszuschließen.

Wie der Artikel zeigt, ist es wichtig die Bedürfnisse und Erwartungen der Zielgruppe zu erfüllen. Dabei spielt es keine Rolle, ob aus technischer Sicht nun Magento, TYPO3 oder sonst irgendein System eingesetzt wird. Denn die Technik unterstützt Sie nur, die im Vorfeld getroffenen Planungen und Konzepte, einwandfrei umsetzen zu können.

23.12.2010

Zehn Tipps für benutzerfreundliche Inhalte

Christian Fernandenz veröffentlichte zehn Tipps für benutzerfreundlichere Inhalte auf Websites & Online-Shops. Hier die Zusammenfassung seiner Empfehlungen:

  1. Sind auf Ihrer Webseite wichtige Inhalte oder Elemente, die zu Aktionen auffordern, gesondert hervorgehoben?
  2. Stehen wichtige Informationen oder Inhalte am Anfang Ihrer Seite? Kann ein Besucher sie auf Anhieb sehen, ohne zu scrollen?
  3. Sind die Formulierungen kurz und prägnant? Behandelt ein Absatz einen Gedanken?
  4. Verwenden Sie Fachbegriffe oder Jargon auf Ihrer Webseite? Sind Sie sicher, dass Ihre Zielgruppe alles versteht?
  5. Sind Ihre Inhalte in der Darstellung - Schrifttyp, Farbe, Größe - konsistent? Prüfen Sie vor allem Überschriften, Unterüberschriften, Listen, Texte und Links.
  6. Sind alle Links auf Ihrer Seite knapp, präzise und aussagekräftig formuliert? Machen Sie auf einen Blick erkennbar, was den Besucher auf der folgenden Seite oder Aktion erwartet?
  7. Unterstützen Grafiken, Diagramme oder ähnliche Inhalte Ihre Texte sinnvoll? Helfen sie, Zusammenhänge besser zu verstehen?
  8. Bieten Sie Ihren Besuchern ergänzend zum eigentlichen Inhalt Kontext relevante, weiterführende und/oder populäre Inhalte? Bieten Sie auch externe Verweise auf solche Inhalte?
  9. Ist das Verhältnis zwischen Informationsdichte und Freiraum harmonisch? Bieten Sie zwischen einzelnen Elementen des Inhalts genügend Freiraum?
  10. Sind alle Inhalte und Medien für jedermann zugänglich? Gibt es Alternativen für Inhalte wie Flash?

Weitere Ausführungen zu diesen Tipps sowie den gesamten Artikel finden Sie auf InternetWorld.de

Usability ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren von Internet-Auftritten. Aus diesem Grund berücksichtigen wir bei unseren Projekten die hier genannten Empfehlungen sowie viele weitere Usability-Maßnahmen.


RSS, Twitter & Facebook